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Am 23. März 1912 stellte der Regierungspräsident von Minden die von Miele beim Dampfkessel-Überwachungs-Verein Paderborn beantragte Typenbescheinigung aus. Danach steht der Zulassung der Miele Autos zum Verkehr auf öffentlichen Wegen und Plätzen nichts mehr entgegen. Geliefert werden Zweisitzer und Viersitzer mit Torpedo-Sportkarosserie, Landaulet (= Landauer: Viersitziger Wagen mit Windschutz, Vordach und aufklappbarer Glasscheibe), Limousinen/Geschäftswagen (Geschlossener Personenkraftwagen) sowie Lieferwagen mit Kasten, Eisengalerie und Vordach.

Technik des Miele-Autos

Die Vierzylindermotoren der Autos haben 1567 oder 2292 Kubik und leisten 20 bzw. 28 PS.
Die Höchstgeschwindigkeit beträgt je nach Typ 60-80 km/h.
Die Preise bewegen sich zwischen 5.100,- und 7.900,- Mark (Was seinerzeit etwa dem Jahresgehalt des Bürgermeisters der Stadt Gütersloh entsprach).
Vor dem ersten Weltkrieg wurden auch Automobile (insgesamt 143 Stück) produziert.

Rudolf Miele, links und Reinhard Zinkann auf dem Wieder gefundenen Auto K1

Das legendäre Miele Auto ist wieder da !

Für sachdienliche Hinweise zum Erwerb des Oldtimers wurden 5.000,- DM ausgehändigt.

Im fünften Jahr einer weltweiten Suchaktion nach dem Miele Auto entdeckte ein Norddeutscher Urlauber in Norwegen den Miele-Zweisitzer K1 in guten Originalzustand



Das einzig erhaltene Exemplar wurde 1999 von Rudolf Miele aus Norwegen zurückgekauft und ist nun im Firmenmuseum am Hauptsitz in Gütersloh ausgestellt.